BASEL Schweiz

FONDATION BEYELER Natur, Kunst und Architektur
Ernst Beyeler sammelte während seiner 50-jährigen Galerietätigkeit stets Kunst. In den 1980er Jahren begann er, sich Gedanken über die Zukunft der Bilder und Skulpturen zu machen. Naheliegend wäre die Übergabe an das Basler Kunstmuseum gewesen. Doch als die Regierung des Kantons Basel-Stadt Ernst Beyeler Vorschläge für einen Ort als neue Heimat für die Sammlung vorschlug, wurde schnell klar, dass keine der Räumlichkeiten den Kunstwerken gerecht werden konnte. Die Stiftung wurde gegründet und die Idee, ein eigenes Museum zu bauen, war geboren. Ernst Beyeler fand es spannend, die Werkgruppen grosser Künstler der letzten 100 Jahre mit den Skulpturen aus Afrika und Ozeanien an einem dafür geeigneten Ort zu vereinen, an einem Ort, den es erst zu schaffen galt. Beeindruckt von der Arbeit Renzo Pianos, der für den Bau des Centre Pompidou in Paris sowie für die Menil Collection in Houston verantwortlich zeichnet, wurde der italienische Stararchitekt ohne Wettbewerb mit dem Bau des Museums beauftragt.
Das schöne Gelände, mit der Villa Berower Gut, das die Gemeinde Riehen zur Verfügung stellte, war wie geschaffen für einen Museumsbau, der die Seerosen von Monet beherbergen sollte. Die Idee, Natur, Tageslicht und Kunst in ein spannendes Verhältnis zueinander zu stellen, traf hier auf beste Voraussetzungen. Die Auenlandschaft mit ihrer abwechslungsreichen Vegetation hat etwas Malerisches. Ernst Beyeler und Renzo Piano pflegten während der Planung und des Baus einen intensiven Austausch. Gleich zu Beginn der Planung schlug Renzo Piano ein Gebäude vor, das aus einem dem Gelände in Stufen angepassten, dreiteiligen Museumstrakt bestehen sollte. An dessen Ostseite wurde - wie an einem Flugzeugträger - ein Gebäudeteil angegliedert, der das Museum gleichzeitig gegen die Strasse abschirmt. Im Westen öffnete ein angebauter Wintergarten den Blick zur Landschaft, die sich bis zum Fluss "Wiese" am Fusse des Tüllinger-Hügels erstreckt.
Dem Dach widmete Renzo Piano besondere Aufmerksamkeit. Das Tageslicht sollte in seinem Wechsel in den Räumen erfahren werden, gleichzeitig mussten aber konserva-torische Richtlinien eingehalten werden. Das Gebäude sollte Einfachheit ausstrahlen, jedoch im Einklang mit der Umgebung sein. Die Wünsche, das Museum respektive die Sammlung auf einer Ebene ohne Treppen zu erleben und einen Teich im Süden vor dem Gebäude anzulegen, bedingten eine Absenkung des ganzen Gebäudes. Das schuf einerseits eine Harmonie mit der Landschaft, andererseits verlieh es dem Museum einen intimeren Charakter.
FONDATION BEYELER * Baselstrasse 101 * CH-4125 Riehen/Basel * fon +41 (0)61 - 645 97 00
Öffnungszeiten:
Täglich 10 - 18 Uhr
Mittwoch 10 bis 20 Uhr
Das Museum ist an allen Sonn- und Feiertagen geöffnet
- Eintrittspreise:
- Erwachsene CHF 25
- Gruppen ab 20 Personen* und IV mit Ausweis CHF 20
- weitere Infos unter www.fondationbeyeler.ch
-
Foto FONDATION BEYELER
Aktuelle Ausstellung:
02.10.2011–29.01.2012 Surrealismus in Paris
Der Surrealismus gehört zu den entscheidenden künstlerischen und literarischen Bewegungen der Moderne. Er bildete sich zwischen 1919 und 1924 in Paris heraus und entfaltete von dort aus weltweite Wirkung. Beeinflusst von Sigmund Freud und angeführt von André Breton, wollten die Surrealisten mit einer neuen Art von Kunst das Leben und die Gesellschaft verändern. Unter der Einbeziehung des Traums und des Unbewussten wurde eine faszinierende neue Kreativität entwickelt. Die Ausstellung vereint über 200 Meisterwerke von Salvador Dalí, René Magritte, Joan Miró und anderen surrealistischen Künstlern. Als weiterer Höhepunkt werden die einzigartigen surrealistischen Privatsamm-lungen von Peggy Guggenheim und von André Bretons erster Frau, Simone Collinet, präsentiert. Neben berühmten Gemälden und Skulpturen sind Objekte, Fotografien, Zeichnungen, Manuskripte, Schmuckstücke und Filme zu entdecken. Die Ausstellung der Fondation Beyeler ist die erste umfassende in der Schweiz, die dem Surrealismus in Paris gewidmet ist. Wie die berühmte Ausstellung der Surrealisten 1938 in Paris ist sie durch eine Reihe von Pariser Strassenschildern gegliedert, von denen einige real sind, andere erfunden. Die Besucher begeben sich somit auf einen Spaziergang durch die surrealistische Stadt

Foto: FONDATION BEYELER
Kommende Ausstellung:
29.01. - 13.05.2012 - Pierre Bonnar
Die Fondation Beyeler widmet einem der faszinierendsten Maler der Moderne, Pierre Bonnard (1867 –1947), eine Retrospektive. Als hervorragender Kolorist verfolgte er das Ziel, sämtliche Sinneswahrnehmungen durch Farbe auszudrücken. Seine bevorzugten Sujets betrafen meist sein persönliches Umfeld. Mit rund 60 Gemälden aus internationalen Museen und Privatsammlungen präsentiert die Ausstellung die berühmten Szenen von Badenden, Ansichten aus seinem Garten, Alltagsdarstellungen sowie das bunte Treiben auf den Pariser Strassen.

Foto: © 2011, The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florence/ ProLitteris, Zürich

































