Köln

Foto Köln Tourismus

Köln

Wenn der Kölner die rosarote Brille absetzt, durch die er gern auf seine Heimatstadt schaut, sieht er die etwas magere Realität – Ruinen aus dem Zweiten Weltkrieg, die bis heute nicht beseitigt sind. Oder den Kölner U-Bahn-Bau, der sogar für neue Trümmer gesorgt hat. Dennoch: Köln ist nicht ohne Liebreiz. Man muss nur wissen, wann man wo sein muss, um die ersten oder letzten Sonnenstrahlen oder einen schönen Ausblick zu erhaschen.

9.00 Uhr. Die zwei Zackentürme des Kölner Doms sieht man immer. Ganz gleich, aus welcher Richtung man kommt. Die spektakulärste Art, in Köln anzureisen, ist mit dem Zug aus östlicher Richtung über die Hohenzollernbrücke. Einrollen im Schritttempo, schnurstracks auf die gotische Kathedrale zu. Erst im letzten Augenblick macht die Lok einen Knick und biegt um die Ecke ins Hauptbahnhofsgebäude. Man kann praktisch aus dem Zug direkt in den Dom hüpfen.

09.01 Uhr. Die Kathedrale ist um jede Uhrzeit atemberaubend. Morgens ist sie noch menschenleer, und das Licht fällt theatralisch in den Chor ein. Die bunten Fenster werfen die schönsten Farbkleckse an das alte Gemäuer. Wenn die Sonne um den Dom wandert, steht sie abends um 18 Uhr auf der Südseite. Perfekt,um Gerhard Richters pixeliges Südquerhausfenster zu bestaunen. Oft hört man Touristen fragen: „What a big church,is it the only one?“ Ja, den Dom gibt es nur einmal. Aber ein mittelalterliches Überbleibsel sind die vielen schönen romanischen Kirchen. Wo sie stehen, erkennt man besser, wenn man die 533 Stufen hinauf auf den windgepeitschten Südturm erklimmt.

10.30 Uhr. Der Dom hat seit Kurzem Konkurrenz bekommen. Es ist der fast fertige Rheinauhafen, dessen Kranhäuser schon aus der Ferne zu sehen sind. An einem lauen Wochenendtag tummeln sich entlang der neuen Hafenpromenade,zwischen dem Schokoladenmuseum und der Südbrücke, Radfahrer, Inlineskater und Fußgänger. Die ein oder andere Architekturführung schiebt sich auch auf Segways am alten Speicher „Siebengebirge“ vorbei, zum Bayenturm, in dem Alice Schwarzer ihre „Emma“ macht, bis zum Olympiamuseum. Am schönsten ist der Hafen morgens. Einige prominente Kölner haben im Hafen eine Wohnung – auch Lukas Podolski,Fußballspieler beim Bundesliga Verein 1. FC Köln.

11.00 Uhr. Wenn man Poldi also nicht auf seinem Balkon guten Morgen zuwinken kann, dann garantiert am Decksteiner Weiher, einem beliebten Naherholungsgebiet, wo auch der 1. FC Köln regelmäßig seine Ausdauer trainiert.

12.00 Uhr. Köln ist fast eine Millionenstadt.Das vergisst man aber häufig, weil die wesentlichen Highlights eng beieinander liegen. Eine schöne Oase ist der Botanische Garten – kurz die Flora, eine beliebte Kulisse für Hochzeitsfotos. 12.30 Uhr. Der Kölner Zoo feiert sein 150-jähriges Jubiläum und die neueste Attraktion: das Hippodrom. Der Trick ist der: Man kann den Flusspferden Albert, Jenny, Afro und Kavango unter Wasser beim grazilen Dahinschweben zusehen.

13.30 Uhr. Mit der Rheinseilbahn vom Zoo in den Rheinpark. Das sollte drin sein. Die Seilbahn von 1957 wurde anlässlich der ersten Bundesgartenschau in NRW als Provisorium errichtet, um die Flora mit dem Rheinaupark zu verbinden. 14.20 Uhr. Zeit zum Shoppen sollte man einplanen. Auch wenn Köln keine Shoppingoase ist. Die extravaganteren Geschäfte halten sich nur kurz. Das gilt zu mindest für die Haupteinkaufsmeilen Hohe Straße und Schildergasse. Ausnahme ist der Peek & Cloppenburg. Vielleicht, weil das P&CFlaggschiff von Stararchitekt Renzo Piano stammt. Das mehrstöckige Kaufhaus sieht aus wie eine Riesenblase und ist komplett durchsichtig – Hö henrausch gibt es hier
zum Kaufrausch dazu.

14.45 Uhr. Die exklusiven Shops konzentrieren sich in der Mittelstraße. Die kreative Schmuck- und Modeszene Kölns hat sich im Belgischen Viertel unter dem Dach Chic Belgique zusammengeschlossen. Es ist schön, durch die Straßen mit den belgischen Namen (Antwerpen, Brüssel, Lüttich) zu schlendern und die Designerlädchen zu entdecken. Eine ähnliche Szene ist in Ehrenfelds Körnerstraße und in Sülz, zwischen der Zülpicher- und Berrenrather Straße, zu Hause.

15.07 Uhr. Jetzt ein Kölsch. Es ist hell, obergärig und hopfenbetont, wird in kleinen Kölschstangen à 0,2 Liter mit einer hübschen Schaumkrone obendrauf serviert und von bayerischen Touristen oft belächelt. 15.50 Uhr. Mit dem „Bötche“ nach Rodenkirchen. Für weniger als einen Zehner kann man in eines der KD-Schiffe steigen und gen Rodenkirchen schippern. Das beliebte Veedel im Süden von Köln hat einen ganz eigenen Charme: kleine Fachwerkhäuschen, schöne Rheinpromenade und eine hohe Konzentration an Cafés und Restaurants direkt am Rheinufer.

16.20 Uhr. Zeit für einen Museumsbesuch? Im Museum Ludwig gibt es Pop-Art wie Popcorn, im Wallraf-Richartz gibt es Mittelalterliches bis Modernes, Publikumsmagnet ist das Kolumba und sehenswert auch der Newcomer MAK, das Museum für Angewandte Kunst. Das Ostasiatische Museum am Aachener Weiher hat dafür eine schöne Terrasse und ist ein Treffpunkt für Studenten und Yuppies.

18.00 Uhr. „Schäl Sick“ – das ist die falsche Seite Kölns. Falsch, weil sie rechts-, das Zentrum aber linksrheinisch liegt. Am Abend ist die „Schäl Sick“ durchaus richtig, weil sie in den letzten Sonnenstrahlen badet, während das linke Ufer im Schatten liegt und einem das Kölsch in der Hand gefriert.

18.15 Uhr. Zwischen der Mülheimer- und der Hohenzollernbrücke liegt auf der Deutzer Seite der Rheinpark: Zentrum für urbane Kultur inmitten von Natur. Hier gibt es zwei Stadtstrände am Messegelände,ausgedehnte Picknickwiesen und schöne 50er-Jahre-Gartenarchitektur – die besterhaltene in Deutschland. Einmal im Jahr treffen sich hier tollkühne Recken, die bei den BMX-Masters unter der Zoobrücke halsbrecherische Kunststücke vollbringen.

19.25 Uhr ist auch eine gute Zeit, um 30 Stockwerke über dem Mediapark auf der Terrasse der Bar Osman30 mit einem Sundowner in der Hand zu sitzen, über den Dächern der Stadt.

21.03 Uhr. Großes Manko der Stadt ist: Es fehlt an schönen Plätzen. Schade eigentlich,denn der Kölner an sich ist recht gesellig. Wenn man dann einen hat, wird er schnell voll, so wie der Brüsseler Platz im Belgischen Viertel oder der Rathenauplatz im Universitätsviertel.

22.15 Uhr. Ein Kölsch geht immer. Zwei auch. In der Altstadt ist es zu voll. Dann lieber mal in die Malzmühle (Bill Clinton war auch mal hier) oder ins Päffgen. Prost.

Weitere Informationen unter: www.koelntourismus.de
 

Please wait while JT SlideShow is loading images...
Banner
Banner

Winterberg

Winterberg

Schneeschuhwandern mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther Deutschlandweite Schneeschuh-Erlebnistour macht Station in Winterberg Winterberg steht am 22. Januar ganz im Zeichen einer neuen Trendsportart: dem Schneeschuhwandern.... Read more

Was gibt es Neues in 2012?

Was gibt es Neues in 2012?

Wo finden die spannenden Events statt? Wir sind für Sie unterwegs und suchen die Orte und die Veranstaltungen, die eine Reise wert sind. Read more

Holiday on Ice

Holiday on Ice

SPEED -  UND FESTIVAL Holiday on Ice kommt zwischen Novemer 2011 und April 2012 mit zwei spektakulären Shows in 24 Städte. Weitere Informationen wie Termine... Read more

APASSIONATA

APASSIONATA

Neue Show - Apassionata Apassionata hat seit neun Jahren inzwischen knapp fünf Millionen Besucher zum Staunen, Träumen und Lachen gebracht. Die magischen Begegnungen zwischen Mensch und... Read more